Es braucht einen radikalen Bürokratieabbau!
_ Christopher Kofner, Geschäftsführer, Institut für konservative Wirtschaftspolitik (IKW), Sprecher, Landesfachausschuss „Finanzen und Steuern“ AfD Bayern. Erstveröffentlichung in der Krautzone. München, 20.01.2026.
Vor kurzem präsentierte die Bundesregierung im Bundestag stolz ihren Bericht über den sogenannten Bürokratierückbau. Laut eigenen Angaben soll die Bürokratie bis zum Ende dieser Legislaturperiode um 25 Prozent reduziert und 16 Milliarden Euro an Kosten eingespart werden. Beeindruckend, nicht wahr? Wenn man das allerdings ins Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt setzt, bleiben davon lächerliche 0,3 Prozent – ein Tropfen auf den heißen Stein!
Und worauf gründet sich dieser „Abbau“? Hauptsächlich auf neue staatliche Lenkungsinstrumente oder grüne Klientelpolitik: Vergabe-Beschleunigungsgesetz, Standortfördergesetz, Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU, EU-Batterieverordnung – alles neue Vorschriften, keine echten Erleichterungen! Die 16 Milliarden Einsparung beruhen zudem auf einer angeblichen Gesamtbürokratie von nur 64 Milliarden Euro, ermittelt vom Nationalen Normenkontrollrat. Dessen Mitglieder werden von der Bundesregierung eingesetzt und kassieren dafür monatlich 2.000 bis 3.000 Euro. Unabhängig? Kaum!
Unabhängige Studien zeichnen ein anderes Bild: Das ifo-Institut schätzt die Bürokratiekosten auf mindestens 146 Milliarden Euro, das IW Köln zeigt: Ein Arbeitnehmer verbringt wöchentlich einen ganzen Tag nur für Berichte und Formulare, Führungskräfte sogar zwei Tage. Hochgerechnet aufs Volkseinkommen: knapp 800 Milliarden Euro!
Wer trägt die Verantwortung für dieses Bürokratiewahnsinns-System? Alle Kartellparteien, allen voran CDU, CSU und SPD. Laut einer INSM-Umfrage von 2024 geben 41 Prozent der Befragten der CDU/CSU die Hauptschuld, 28 Prozent den Grünen, 16 Prozent der SPD.
Die Gesetzesflut spricht Bände: 2010 gab es 1.082 Gesetze, Anfang 2025 bereits 1.306 – ein Anstieg um 224 Gesetze! Und seit Beginn der neuen Schulden-Koalition Ende März 2025 hat die SchuKo weitere 136 Gesetzesvorhaben eingebracht – in weniger als einem Jahr also 60 Prozent von dem, was in den vorherigen 15 Jahren zusammenkam! Ein glasklares Indiz: Der angebliche Bürokratieabbau ist nichts als Augenwischerei.
Versprochene Entlastungen vor der Wahl wie die Abschaffung des Lieferkettengesetzes, des Heizungsverbots oder des Energieeffizienzgesetzes? Fehlanzeige. Selbst eine nationale Abschaffung wäre kaum wirksam – Brüssel zwingt die Bundesregierung, die gleichen Regeln unter neuem Namen wieder einzuführen, teilweise noch strenger.
Bis 2029 droht eine Flut neuer Bürokratiemonster: Nachhaltigkeitsrichtlinie, Öko-Design-Richtlinie, Entgelttransparenzrichtlinie, Verpackungsverordnung, CO₂-Grenzausgleich, KI-Verordnung, EU-Entwaldungsverordnung, Energieeffizienzrichtlinie, Gebäude-Erneuerbare-Energien-Richtlinie, EU-Lieferkettengesetz, Verbrenner-Aus – und die SchuKo oben drauf mit Tariftreuegesetz oder bürokratischem Industriestrompreis. Die angeblichen Erleichterungen für KMU verpuffen, weil Großkonzerne die Last einfach an ihre Zulieferer weiterreichen – Trickle-Down der Bürokratie! Das Ausland lacht, wie Brüssel und Berlin unsere Wirtschaft zu Tode regulieren.
Deutschland hat ohnehin eine der höchsten Staatsquoten weltweit. Statt Luftnummern wie dem Ludwig-Erhard-Gipfel brauchen wir die echte Politik von Ludwig Erhard: einen schlanken, effizienten Ordnungsstaat! Von allen relevanten Parteien scheint nur die AfD bereit, Bürokratie nicht nur abzubauen, sondern radikal abzuschaffen.
Das Vorbild: Javier Milei in Argentinien – über 672 Regulierungen in nur einem Jahr gestrichen, durchschnittlich zwei pro Tag! Auch wir müssen endlich die argentinische Kettensäge ansetzen: Afuera – weg damit!
Und wozu brauchen wir 17 Bundesministerien? Historischer Vergleich: Im Wilhelminischen Kaiserreich gab es lediglich 9 Reichsämter, die erste Bundesregierung unter Adenauer und Erhard kam mit 13 Ministerien aus. Die Zahl der Bundesministerien sollte halbiert und Aufgaben zurück an die Länder übertragen werden. Freiheit statt Bürokratiewahnsinn!
Viva la Libertad, Carajo!
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