Steuersenkungen und Ausweitung des Energieangebots: Lösungskonzept der AfD für die Energiekrise

_ Jurij Kofner, Ökonom, MIWI Institut für Marktintegration und Wirtschaftspolitik. München, 19. Oktober 2022.

Zusammenfassung

Die aktuelle Energiekrise in Deutschland drückt sich sowohl in der fehlenden Energiesicherheit als auch in explodierenden Energiepreisen aus. Für die Winter 2022/3 und 2023/24 ist eine Gas- und Stromlücke sehr wahrscheinlich. Im Vergleich zu Anfang 2021 sind die Verkaufspreise für alle Energieträger in die Höhe geschossen.

Die Energiewende, die CO2-Bepreisung und die Sanktionspolitik sind der eigentliche Grund für die Energiekrise, die früher oder später gekommen wäre, aber schließlich durch den Ukrainekrieg ausgelöst wurde.

Die aktuellen Maßnahmen der Ampel-Regierung, wie die Gaspreisdeckelung, sind unzureichend und volkswirtschaftlich kontraproduktiv, da sie die Bürger und Unternehmen kaum entlasten und die Energieversorgung nicht erhöhen.

Im Gegenteil dazu hat die AfD ein einfaches, aber wirkungsvolles Energiesicherungs- und Entlastungspaket entwickelt, da es auf zwei grundlegenden Maßnahmen basiert: einer drastischen Reduzierung der steuerlichen und bürokratischen Belastung der Energieträger und einer spürbaren Erhöhung des Energieangebots. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind sowohl unmittelbar als auch mittelfristig wirksam.

Steuersenkungen:

·         Abschaffung der nationalen CO2-Abgabe und der deutschen Teilnahme am EU-Emissionshandelssystem

·         Senkung der Stromsteuer auf das EU-Minimum

·         Senkung der Energiesteuern auf das EU-Minimum

·         Senkung der Mehrwertsteuer auf Energieträger auf das EU-Minimum

·         Bei Strom und Wärme könnten diese Entlastungen potenziell bis zu einer bestimmten Verbrauchsgrenze oder in Abhängigkeit von Verbrauchseinsparungen gewährt werden.

Ausbau des Angebots:

·         Laufzeitverlängerung von 6 statt nur 3 deutschen Kernkraftwerken (zusätzliche 4,1 GW)

·         Regulärer Netzbetrieb deutscher Kohlekraftwerke, die derzeit außerhalb des Strommarktes liegen (6,5 GW)

·         20-prozentige Steigerung der heimischen Biomethanproduktion (7 TWh pro Jahr) durch Entbürokratisierung

·         Öffnung der verbleibenden Pipeline von Nord Stream 2 (225 TWh pro Jahr)

·         Steigerung der heimischen Gasförderung (nicht erschlossene unkonventionelle Reserven von 26.866 TWh)

·         Ausbau Wasserkraft (5,5 GW) und Geothermie (max. 70 GW)

Im Ergebnis würden diese Maßnahmen:

– Die erwartete Gas- und Stromlücke sofort schließen, wahrscheinlich sogar mit einem Überschuss.

– Den derzeitigen Strompreis für Haushalte um 25,4 Prozent (9,5 Cent pro kWh) senken und jeden deutschen Haushalt um durchschnittlich knapp 300 Euro pro Jahr entlasten.

– Den Strompreis für Industriekunden um 19,1 Prozent (7,7 Cent pro kWh) senken und jeden Industriebetrieb um durchschnittlich 78.000 Euro pro Jahr entlasten.

– Den Dieselpreis um 18 Prozent senken (40 Cent pro Liter) und jeden Haushalt um durchschnittlich 376 Euro jährlich entlasten.

– Den Benzinpreis um 26 Prozent (51 Cent pro Liter) senken und jeden Haushalt um durchschnittlich 478 Euro jährlich entlasten.

– Den Gaspreis für die Wohnungsheizung um 26,5 Prozent senken (4 Cent pro kWh) und jeden Haushalt mit Gasheizung um durchschnittlich 717 Euro pro Jahr entlasten.

– Den Gaspreis für die Industrie um 24 Prozent senken (4,8 Cent pro kWh) und einen typischen energieintensieven Industriekonzern, wie, z.B., die Wacker Chemie AG, um über 200 Mio. Euro pro Jahr entlasten.

– Den Heizölpreis für die Hausheizung um 20 Prozent senken (3 Cent pro kWh) und jeden Haushalt mit Gasheizung um durchschnittlich 541 Euro pro Jahr entlasten.

– Jeden Haushalt mit elektrischer Heizung, z.B. Wärmepumpe, um durchschnittlich 1.680 Euro pro Jahr entlasten.

– Dem Bundeshaushalt keine schuldenfinanzierten Mehrausgaben abfordern, sondern ledeglich einen überschaubaren Einnahmeverlust von rund 56,3 Mrd. Euro bedeuten.

Auswirkungen und Gefahren der gegenwärtigen Energiekriese

Die aktuelle und erwartete Energiekrise birgt zwei Gefahren: exorbitant steigende Energiepreise, und, im schlimmsten Fall, einen potenziellen Gas-, Wärme- bzw. Strommangel in den kälteren Jahreszeiten 2022/23 und 2023/2024.

Industrie

Angesichts des Ausfalls der Erdgasimporte aus Russland, u.a. auch durch den Terroranschlag auf die Nord Stream 1 und 2 Unterseepipelines, halten führende deutsche Forschungsinstitute eine Gasrationierung der deutschen Industrie in Januar-März 2023 für sehr wahrscheinlich. Im Fall kälterer als üblich Temperaturen werden Gaslücken im Frühjahr 2023 und Winter 2023/2024 als für sehr wahrscheinlich prognostiziert.[1] Dies würde die letzte Notfallstufe im „Notfallplan Gas“ des BMWK auslösen[2] und zu einer katastrophalen Rezession der deutschen Wirtschaft in Tiefe von 7,9 Prozent im Jahr 2023 und von 4,2 Prozent im Jahr 2024 führen. Insgesamt würde der Wertschöpfungsverlust über 193 Mrd. Euro betragen und es wären etwa 5,6 Millionen heimische Arbeitsplätze von den Folgen betroffen.[3]

Neben dem drohenden Gasmangel macht der extriem gestiegen Gaspreis der heimischen Industrie arg zu schaffen. Zwischen Juli 2015 und April 2021 lag der durchschnittliche Gasgroßhandelspreis in Europa (niederländisches TTF) bei rund 16 Euro pro MWh. Bis August 2022 explodierte der Preis um das 15-fache auf über 230 Euro pro MWh. Interessanterweise erreichte der Preis Anfang Oktober 2021 bereits 100 Euro pro MWh, also fast ein halbes Jahr vor dem Krieg in der Ukraine.[4]

Die deutsche Industrie reduzierte den Gasverbrauch um 25 Prozent im Jahresvergleich, was jedoch darauf zurückzuführen war, dass viele Produktionsstätten geschlossen werden mussten. Den daraus resultierenden Wertschöpfungsverlust beziffert der DIHK auf 20 Mrd. Euro.[5]

Strom

Aufgrund des erwarteten Gasmangels und der Laufzeitverlängerung von nur drei (4,2 GW) von mindestens sechs verfügbaren Kernkraftwerken (8,3 GW) rechnen die Netzbetreiber für den Winter 2022/23 mit einer bundesweiten Leistungslücke von 5,8 GW. Es wird eine Lastunterdeckung von mindestens 91 Stunden (knapp 4 Tagen) erwartet.[6]

Verschärft wird die Situation voraussichtlich, wenn ein Teil der 19 Mio. deutschen Haushalte, die derzeit mit Gas heizen, auf elektrische Wärmepumpen umsteigen – zusätzlich zu den über 1 Millionen Haushalten, die bereits damit heizen.[7]

Von einem möglichen Lastenabwurf (Brownout) wären knapp 16 Prozent der deutschen Industrie mit einer Bruttowertschöpfung von ca. 148 Mrd. Euro betroffen. Die Folgen eines länger anhaltenden Blackouts, aufgrund des Einbruchs der Netzstabilität, wären noch viel gravierender.

Schon ein eintägiger Stromausfall erhöht die durchschnittliche Sterblichkeitsrate um 37,9 Prozent, was in Deutschland über eintausend zusätzliche Todesfälle pro Tag bedeuten würde.[8]

Neben den horrenden humanitären Schäden würde nach Berechnungen des ewi Köln ein 4-Tage-langer bundesweiter Stromausfall im Winter 72 Milliarden Euro kosten.[58]

Abgesehen von der drohenden Stromknappheit hat die verfehlte Energiepolitik der Regierung in Berlin zu einer Explosion der Stromrechnungen geführt, die sowohl Bürger als auch Unternehmen extrem belasten. Seit 2021 bis Juli 2022 sind die Strompreise für Haushalte um 16 Prozent von 32,16 auf 37,30 Cent pro KWh gestiegen, während die Strompreise für die Industrie um 87 Prozent von 21,38 auf 40,05 Cent pro KWh in die Höhe geschossen sind.[9]

In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich die Strompreise für Haushalte verdoppelt und für die Industrie verdreifacht: von 14 auf 31,4 Cent pro KWh bzw. von 6 auf 18,6 Cent pro KWh. Damit hat Deutschland mittlerweile die höchsten Strompreise weltweit. Bereits vor dem Ukraine-Krieg hat die Prognos AG geschätzt, dass Strompreise durch die Energiewende bis 2025 um weitere 50 Prozent steigen werden.[10]

Wärme

Im Jahr 2021 kamen noch 55 Prozent der deutschen Erdgasimporte aus Russland (ca. 555 TWh). Das ist 1,7-mal mehr als der Gasverbrauch zum Heizen deutscher Haushalte (310 TWh) und 8,3-Mal mehr als für die bundesweite Fernwärmerzeugung (67 TWh) verwendet wird.[11] Im Falle einer Gasrationierung würden laut Notfallplan „Gas“ die Haushalte und Heizkraftwerke zwar zuletzt, nach der Industrie und dem Gewerbe, abgeschnitten werden. Jedoch ist im Falle eines Stromausfalls der Gastransport durch die Leitungsinfrastruktur keinesfalls garantiert. Ohne Heizung fällt die Innentemperatur einer Wohnung im Winter auf ca. 7 bis 8 Grad.[12]

Um Gas zu sparen, insbesondere im Rahmen der EU-Vereinbarung, den Gasverbrauch um 15 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre zu senken, schreibt die Ampelregierung per Bundesgesetz nun eine Höchsttemperatur in öffentlichen Gebäuden und am Arbeitsplatz von 19 Grad vor.[13]

Eine derart verringerte Raumtemperatur erhöht die Lebensfähigkeit von Viren und das Risiko von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen.[14] In der Folge könnte dies zu einer Zunahme von Lungenerkrankungen führen, was von der Regierung als Vorwand genutzt werden könnte, um wieder harte Freiheitsbeschränkungen wie Masken-, Test- und Impfzwang sowie Lockdowns einzuführen.

Die Bürger und Unternehmen sind nicht nur von einen direkten Energiemangel gefährdet, sondern auch durch eine indirekte Verknappung, die sich in der Unbezahlbarkeit von Energie bemerkbar macht.

Bis August 2022 stiegen die Preise für Strom gegenüber August 2020 um über 20 Prozent, für Erdgas ohne Umlage um 80 Prozent und für leichtes Heizöl um knapp 170 Prozent. Die Kosten für die Beheizung eines durchschnittlichen Einfamilienhauses mit Gas in der Wintersaison 2021/22 verdoppelten sich im Vergleich zur Saison 2020/21 von 890 auf 1.755 Euro, für eine durchschnittliche Wohnung von 455 auf 895 Euro; die für ein Einfamilienhaus mit elektrischer Wärmepumpe haben sich um die Hälfte von 1.030 auf 1.505 Euro erhöht.[15]

Von 2020 auf 2022 hat sich die Energiearmut, also wenn ein Haushalt mehr als 10 Prozent seines Einkommens für Heizung, Strom, Warmwasser und Kraftstoffe aufwenden muss, von 13,6 Prozent auf über ein Viertel der deutschen Haushalte verdoppelt.[16]

Sprit

Die gegen die Mobilität der Bürger gerichtete Politik der Regierung hat zu nahezu unbezahlbaren Kraftstoffpreisen geführt, die sie zu den teuersten in Europa und der Welt gemacht haben.[17]

Zwischen Januar 2014 und Januar 2021 lag der durchschnittliche Dieselpreis in Deutschland bei rund 1,20 Euro und der Durchschnittspreis für einen Liter Benzin bei rund 1,37 Euro. Seitdem schossen beide im September 2022 auf 2,15 Euro bzw. nahe 2 Euro hoch. Das ist eine Inflationssteigerung von 80 bzw. 46 Prozent. [18],[19]

Obwohl ein Kraftstoffengpass unwahrscheinlich ist, nutzt der links-grüne Flügel der Ampel-Koalition das Narrativ, um ihren lang ersehnten Wunsch nach einem Tempolimit auf deutschen Autobahnen, oder noch schlimmer, einem Fahrverbot an Sonntagen wie während der Ölkrise in den 1970er Jahren, durchzusetzen.

Gründe für die Energiekriese: Energie(w)ende und Sanktionen

Die Altparteien behaupten, die aktuelle Energiekrise sei durch den russischen Krieg in der Ukraine verursacht worden. Das ist zumindest eine große Übertreibung und verklärte Schuldzuweisung, um von der jahrzentelangen Fehlentwicklung in der eigenen Energiepolitik abzulenken.

Verringerte russische Gaslieferungen verschärfen zwar den aktuellen Energiemangel, dieser selbst wurde jedoch durch die eigene Energiewende- und Sanktionspolitik geschaffen und verursacht. Im Folgenden sind die wichtigsten Faktoren aufgeführt, die den Energiemangel und explodierenden Energiepreise in Deutschland verursacht und verschärft haben.

Energie(w)ende

Auch ohne Ukrainekrieg hätte die Energiewende, also der Ausstieg aus grundlastfähiger und regelbarer Kernkraft und fossiler Erzeugung zugunsten volatiler wetterabhängiger Wind- und Sonnenenergie, zum Jahr 20230 zu einer Kapazitätslücke von 24 GW geführt.[20]

Insgesamt wurden seit 2011 in Deutschland 8 sichere Kernkraftwerke und über 19 moderne Kohlekraftwerksblöcke vom Netz genommen.

Nach längerer Schaukelpolitik und einer Verzögerung von mehreren Monaten hat sich die Ampel-Regierung im Oktober 2022 letztendlich für einen Gaspreisdeckel von 12 Cent pro kWh unter 20 Prozent des Durchschnittsverbrauchs für Haushalte und 7 Cent unter 70 Cent des Durchschnittsverbrauchs für die Industrie entschieden. Obwohl mit diesem Instrument in der Tat eine begrenzte Entlastung und Sparanreiz geschaffen wird, hat die Gaspreisbremse mehrere eklatante Nachteile: Erstens, sie ist ein massiver staatlicher Eingriff gegen den marktwirtschaftlichen Preisbildungsmechanismus. Zweitens sind Gaskraftwerke von Maßnahme ausgeschlossen, weshalb diese keine preissenkenden Effekt auf den Strompreis haben wird. Drittens werden die Kosten der Gaspreisbremse auf 96 Mrd. Euro berechnet, welche durch eine weitere Neuverschuldung des Bundeshaushalts unter Umgehung der Schuldenbremse finanziert werden soll.[21] Diese müssen in der Zukunft über Steuereinnahmen finanziert werden, und das obwohl bereits jetzt Deutschland eine der höchsten Steuer- (38,3 Prozent)[22] und Staatsquoten (52,3 Prozent) in Relation zum BIP vorzuweisen hat.[23]

Die sog. Verkehrswende ist eine mobilitätsfeindliche Weiterführung der Energiewende. So ist die Verteuerung der Spritpreise zum Großteil dem Staatsversagen verschuldet. Zum einen, befinden sich über zwei Drittel des deutschen Tankstellen- und Rohölraffineriemarktes in den Händen einiger weniger Ölkonzerne, was von mangelnder Wettbewerbskontrolle sprechen könnte.[24] Zweitens ist die staatliche Steuerbelastung auf Sprit spürbar hoch:  Mitte Oktober 2022 betrug der Steueranteil bei Diesel 38 Prozent und bei Benzin 47 Prozent.

Sanktionen

Aufgrund der Energiewende hat sich der Gasanteil im deutschen Energiemix spürbar erhöht: beim Primärenergieverbrauch von 15,4 Prozent in 1990 auf 20,7 Prozent in 2020 (Einführung des EEG) und weiter auf 26,4 Prozent in 2020,[25] sowie bei der Nettostromerzeugung von jeweils 6,7 auf 8,8 und 16,8 Prozent.[26]

Es war daher verständlich, nach günstigen Gaslieferungen zu suchen, von denen die russischen objektiv am billigsten waren: Zwischen 2013 und 2021 war der durchschnittliche  Gaspreis von Gazprom für Deutschland mit 2,7 Cent pro kWh um ca. 21 Prozent günstiger als für andere europäische Länder (3,4 Cent pro kWh),[27] während US-Flüssiggas im Durchschnitt 30 bis 40 Prozent teurer war als russisches Pipelinegas für Europa.[28]

2021 stammten 26 Prozent der deutschen Kohleimporte aus Russland, 34 Prozent der Ölimporte und über die Hälfte (55 Prozent) der Gasimporte.[29] In Relation zum Gesamtverbrauch im Straßenverkehr machen Dieselimporte aus Russland fast 15 Prozent aus.[30]

Gemeinsam mit anderen europäischen Ländern erließ Deutschland Sanktionen gegen russische Kohle und Öl, die im Sommer 2022 in Kraft traten. Dieses Embargo hatte zwar einen verkraftbaren Effekt auf eine reduzierte Energieversorgung mit Öl(-produkten) und Kohle, erhöhte aber deren Preise. Im Juni 2022 drosselte Russland und stoppte ab September 2022  gänzlich seine Gaslieferungen an Deutschland.

Nach Felbermayr et al. wird eine Entkoppelung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und dem Westen Deutschlands Wohlfahrt um 0,4 Prozent schmälern.[31] Bereits vor dem Ukrainekrieg kosteten die westlichen Sanktionen jährlich 0,16 Prozent des deutschen BIP (5,5 Mrd. Euro), was 18-Mal mehr als die USA aufgrund des Sanktionsregimes zu tragen hatten.[32]

Im Gegensatz dazu scheinen die westlichen Sanktionen auf russische Energieträger die Fiskalkapazität Russlands nicht wesentlich zu beeinträchtigen. Im Jahr 2022 sind die russischen Staatseinnahmen aus dem Öl- und Gassektor (136 Mrd. Euro) um schätzungsweise 31 Prozent höher als im Jahr 2021 (103,9 Mrd. Euro) und mehr als doppelt so hoch wie im Jahr 2020 (63,3 Mrd. Euro).[33]

CO2-Bepreisung

Ein weiterer Faktor ist die generell kohlenwasserstofffeindliche Politik der deutschen und vieler weiterer westlicher Regierungen, die langfristig zu unzureichenden (stagnierenden) Investitionen im globalen Öl-, Kohle- und Gassektor geführt hat.[34] Sowohl aktuelle als auch angedrohte politische Maßnahmen wie die EU-Taxonomie, das Emissionshandelssystem, nationale CO2-Abgaben und der CO2-Grenzausgleich schrecken Energiekonzerne und Kapitalgeber.

Aufgrund des Emissionshandels sind die Erzeugungskosten für Braunkohleverstromung um 63 Prozent höher als sie sein könnten, die für Steinkohle um 35 Prozent und die für Erdgas um 14 Prozent.[35]

Anhand des Bundeslandes Bayern kann man sich den investitionsfeindlichen Effekt dieser Politik vergegenwärtigen: Noch vor dem Ukrainekrieg musste die Staatsregierung eingestehen, dass von den geplanten und notwendigen 2,4 GW an Gaskraftwerken bis 2025 bis zum Sommer 2023 höchsten 0,6 GW tatsächlich in Betrieb genommen werden würden.[36]

Die CO2-Bepreisung ist an sich schon ein direkter Inflationstreiber. Laut einer aktuellen Studie von KfW Research hat die Einführung der nationalen CO2-Steuer im Jahr 2021 den VPI im Jahresvergleich um 63 Basispunkte erhöht und war damit für über 20 Prozent der Inflation im Jahr 2021 verantwortlich (insgesamt 3,1 Prozent). Im Jahr 2022 steigen aufgrund der nationalen CO2-Steuer die Kraftstoffpreise um 7,4 Cent pro Liter, bei Heizöl um 8 Cent pro Liter und bei Erdgas um 0,6 Cent pro kWh gegenüber 2020. Durch die Anhebung der CO2-Steuer auf 65 Euro pro Tonne CO2 bis 2026 wird die Inflationsrate um 149 Basispunkte höher sein als in einem Szenario ohne CO2-Abgabe.[37]

Zusammengenommen wird die Klimapolitik der Ampel in Form der CO2-Bepreisung die deutsche Wirtschaft bis 2030 jährlich 58,9 Mrd. Euro kosten. Umgerechnet sind das 1,7 Prozent des BIP oder 711 Euro pro Kopf und Jahr.[38]

Lösungspaket der AfD für sichere und günstige Energie

Zur Bewältigung der Energiekrise hat die AfD ein umfassendes Lösungspaket entwickelt, das sowohl die Versorgungssicherheit als auch die Preisfrage adressiert. Es basiert auf zwei wesentlichen Säulen: der Erhöhung des Energieangebots und der Reduzierung der steuerlich-bürokratischen Belastung der Energieträger. Das Lösungskonzept gliedert sich in Sofortmaßnahmen und mittelfristige energiepolitische Richtungsentscheidungen.

Kurzfristig

Im Strommarkt fordert die AfD die Aussetzung bzw. Abschaffung des CO2-Emissionshandels, sowie die Senkung der Stromsteuer, der Energiesteuern und der Mehrwertsteuer auf das EU-Minimum. Dies würde nach Berechnungen des MIWI-Instituts den Strompreis für Haushalte um 21 Prozent bzw. 8 Cent pro kWh senken. Der Strompreis für die heimische Industrie wäre durch diese Steuersenkung um 8 Prozent bzw. 3,2 Cent pro kWh günstiger. Diese einfach und unbürokratisch umsetzbare Maßnahmen würde jeden durchschnittlichen Haushalt um 241 Euro im Jahr entlasten und jedes Industrieunternehmen um 32.740 Euro durchschnittlich im Jahr.[39]

Im Kraftstoffbereich fordert die AfD die Abschaffung der CO2-Abgabe, sowie die Senkung der Energiesteuern und der Mehrwertsteuer auf das EU-Minimum. Dies würde den Preis für einen Liter Diesel um 18 Prozent bzw. um 40 Cent von 2,20 Euro auf 1,80 Euro senken und den Preis für einen Liter Benzin um über ein Viertel günstiger machen – um 51 Cent von 2,01 Euro auf 1,50 Euro. Studien des ifo Instituts haben ergeben, dass diese Steuerentlastung preissenkend effektiv ist, da er von den Ölkonzernen zu 85 bis 100 Prozent an die Kunden weitergegeben wird.[40] Über das Jahr gerechnet würde diese Maßnahme jeden Haushalt um ca. 376 Euro (Diesel) bis 478 Euro (Benzin) entlasten.

Für die Senkung der Heizkosten fordert die AfD die Abschaffung der CO2-Abgabe, sowie die Senkung der Energiesteuern und der Mehrwertsteuer auf das EU-Minimum. Dies würde den Gaspreis für Haushalte um 17 Prozent bzw. 2,5 Cent pro kWh auf 12,8 Cent pro kWh senken und für jeden durchschnittlichen Haushalt mit Gasheizung (41,2 Prozent der deutschen Haushalte) eine Einsparung von 450 Euro pro Jahr bedeuten.[41] Der Preis für Heizöl wäre um 20 Prozent bzw. 3 Cent pro kWh niedriger, was jeden Haushalt mit Heizölheizung (17,2 Prozent) jährlich um 541 Euro entlasten würde. Die o.g. Steuersenkungen im Strommarkt würde jeden Haushalt mit elektrischer Heizung (17,6 Prozent), z.B. einer Wärmepumpe, im Durchschnitt um 1.375 Euro im Jahr entlasten.

Allerdings enthält die avisierte Steuerermäßigung auf Strom und Wärme in der allgemeinen Form keine Einsparanreize, erhöht also, ceteris paribus, volkswirtschaftlichen Energiebedarf, ohne jedoch das Angebot zu erweitern. Um dieses Problem zu adressieren, könnte das Steuererleichterungspaket mit einer oder zwei Bedingungen kombiniert werden. Erstens könnten die Steuersenkungen auf eine Verbrauchsgrenze für Haushalte und Industrie begrenzt werden, die 15 bis 20 Prozent unter dem durchschnittlichen Verbrauchsniveau der letzten 3-5 Jahre liegt. Zweitens könnte die Steuerentlastung in Abhängigkeit von Verbrauchseinsparungen gewährt werden:  Ist, z.B., der Energieverbrauch um 20 Prozent im Verhältnis zum durchschnittlichen Verbrauch der letzten 3-5 Jahre niedriger, dann wird die Steuerentlastung auf 100 Prozent der Strom-/Heizrechnung gewährt. Liegt der Verbrauch „nur“ um 10 Prozent niedriger, wird die Steuerermäßigung nur auf die Hälfte der Strom-/Heizrechnung gewährt. Offensichtlich sind beide Instrumente mit einem höheren Verwaltungsaufwand verbunden und belohnen nicht diejenigen, die bereits in den vergangenen Jahren vor der Energiekrise in Energieeinsparungen investiert haben.

Dafür wäre die Steuersenkung fiskalpolitisch nachhaltig. Gegenüber dem Gaspreisdeckel der Ampel-Regierung, die weitere schuldenfinanzierte Haushaltsausgaben von 96 Mrd. Euro bedeutet, würde das vorgeschlagene Steuerbefreiungspaket zunächst einmal Einnahmeausfälle für den Staat in Höhe von nur 56,3 Mrd. Euro jährlich bedeuten: 12,5 Mrd. Euro für die CO2-Bepreisung, 6,7 Mrd. Euro Stromsteuer und 37,1 Mrd. Euro Energiesteuern.[42] Da aber das Einsparpotenzial jedes neueren Bundeshaushalts für kontraproduktive ideologische Ausgaben wie „Klimaschutz“, Asyl- und Genderpolitik ca. 20 Prozent bzw. rund 90 Mrd. Euro beträgt, ließen sich diese Einnahmeausfälle leicht kompensieren.[43]

Kurz- bis mittelfristig

Neben sofortigen Steuersenkungen ist es unabdingbar, das Angebot von – vorwiegend heimischer und grundlastfähiger – Energie rechtzeitig und spürbar zu erhöhen, um die aufgrund der Energiewende drohende Gas- und Stromlücke abzuwenden. Dazu wird die Ausweitung der Energieerzeugung auch einen weiteren preissenkenden Effekt haben.

In erster Linie fordert die AfD eine unbegrenzte Laufzeitverlängerung der 3 noch laufenden deutschen Kernkraftwerke und die Reaktivierung von weiteren 3 KKW, die Ende 2021 abgeschaltet wurden. Diese Maßnahme würde 8,3 GW liefern und somit die für den Winter 2022/23 erwartete Kapazitätslücke von 5,8 auf 1,7 GW reduzieren. Stresstests des BMWK,[44] Prüfungen des TÜV,[45] parlamentarische Expertenanhörungen und Initiativen der Sachverständigen im Nuklearbereich[46] ergeben alle, dass eine längere Laufzeitverlängerung der KKW aus rechtlicher, technischer, sicherheitstechnischer und wirtschaftlicher Sicht möglich und notwendig ist.

Durch diese Maßnahme könnten jährlich rund 120 TWh an Gaselektrifizierung eingespart werden, was etwa einem Viertel der gesamten deutschen Gasimporte aus Russland im Jahr 2021 entspricht, bzw. zwei Drittel des russischen Gases, das für die Elektrifizierung verwendet wurde.[47]

Darüber hinaus fordert die AfD, alle Kohlekraftwerke in den Regelbetrieb zu übernehmen und tritt für eine generelle Rückkehr zur Kohlekraft ein. Laut Bundesnetzagentur befinden sich mit Stand Mai 2022 knapp 6,5 GW potenziell verfügbare Kohlestromleistung außerhalb des Strommarktes: 1,9 GW Braunkohlekraftwerke in Sicherheitsbereitschaft, 4,3 GW Schwarzkohlekraftwerke in Netzreserve und 300 MW vorläufig stillgelegte Braunkohlekraftwerke.[48] Die Übernahme in den Regelbetrieb würde die verbleibende Stromlücke mehr als ausreichend schließen. Es ist anzumerken, dass Deutschland mit 35.7 Mrd. Tonnen die dritt-größten Braunkohlereserven der Welt besitzt.[59]

Eine dritte Energieangebot-ausweitende Forderung der AfD: Durch die Liberalisierung bürokratischer Richtlinien und Maßgaben könne die Kapazität von heimischen Biogasanlagen bis Ende 2023 um 20 Prozent gesteigert werden, ohne Beeinträchtigung der Lebensmittelproduktion. Dies würde zusätzliche 19 TWh Strom oder 7 TWh Biomethan in Industriequalität liefern.[49]

Viertens fordert die AfD die Öffnung der verbleibenden Pipeline von Nord Stream 2, die Deutschland mit bis zu 225 TWh pro Jahr versorgen könnte. Dies würde, beispielsweise, 61 Prozent des jährlichen Gasverbrauchs der deutschen Industrie (370 TWh) oder die für die Gaselektrifizierung benötigte Menge fast vollständig decken (250 TWh inkl. GHD).[50]

Die Öffnung von Nord Stream 2 würde auch den aktuellen Preis für die Gaselektrifizierung um 17,3 Prozent auf 20,3 Cent pro kWh senken, wenn Deutschland im Rahmen eine möglichen Langzeitvertrages rund 4 Cent pro kWh für russische Gaslieferungen zahlen würde, was über dem russischen Gaspreis für die meisten EU-Länder liegen würde (3,4 Cent pro kWh im Jahrzehnt vor der Ukraine-Krise) und damit rund ein Viertel der deutschen Gasstromerzeugung versorgen würde.

Inklusive der oben genannten Steuersenkungen wäre der durchschnittliche Gaspreis für Haushalte um 26,5 Prozent niedriger bzw. 4 Cent pro kWh günstiger und kosten nur 11,3 Cent pro kWh. Der Industriegaspreis wäre um 23,9 Prozent oder 4,8 Cent pro kWh niedriger und läge nun bei 15,4 Cent pro kWh. Diese Maßnahmen würden einen durchschnittlichen mit Gas heizenden Haushalt um 717 Euro jährlich und ein großes energieintensives Industrieunternehmen, wie, z.B., die Wacker Chemie AG, um über 200 Mio. Euro jährlich entlasten. [60]

Die AfD befürwortet den Ausbau der heimischen Gasförderung. Im Jahr 2021 förderte Deutschland 50 TWh Erdgas (5 Prozent des Inlandsverbrauchs). Die derzeit erschlossenen Gasreserven werden auf rund 313 TWh geschätzt. Die noch unerschlossenen unkonventionellen Erdgasreserven in Deutschland werden auf ca. 26.866 TWh geschätzt, was ausreichen würde, um den derzeitigen heimischen Gasverbrauch für über 26 Jahre zu decken.[51] Die Erschließung dieser Reserven wird vom ZEW als wirtschaftlich sinnvoll eingeschätzt, wenn der Gasgroßhandelspreis über 50 bis 60 Euro pro MWh bleibt,[52] wovon, u.a., das ewi Köln ausgeht.[53] Laut AfD-Grundsatzprogramm sind bei solch einem Vorhaben natürloch auch alle ökologischen und gesundheitlichen Aspekte abzuwägen.

Der rechtzeitige Ausbau der Energieversorgung mit Atomkraft, Kohle, Erd- und Biogas bis Ende 2023 würde zusammen mit den oben genannten Steuersenkungen den Strompreis für Haushalte um insgesamt 28 Prozent bzw. um über 10 Cent pro kWh auf 27 Cent pro kWh senken. Seit 2012 wäre der Haushaltsstrompreis nicht günstiger gewesen. Der Strompreis für Industriekunden wäre nun um 21 Prozent bzw. 9,5 Cent pro kWh günstiger und würde jetzt 31,6 Cent pro kWh kosten.

Diese neue Energiepolitik der AfD würde nicht nur die Energieknappheit binnen eines Jahres beenden, sie würde allein bei den Stromkosten jeden deutschen Haushalt pro Jahr um 300 Euro und jedes Industrieunternehmen im Durchschnitt um 78.000 Euro entlasten.

Mittelfristig befürwortet die AfD im Weiteren den Ausbau der heimischen und grundlastfähigen Wasserkraft über eine Vereinfachung der bürokratischen Anforderungen. Nach einer Studie des Umweltbundesamtes wäre es technisch, ökologisch und infrastrukturell möglich, die jetzige installierte Wasserkraftleistung von 5,5 GW (20 TWh per annum) um 20 Prozent auf 6.6. GW (25 TWh) zu erhöhen.[54] Mit 3,7 Cent pro kWh hat die Wasserkraft neben der Kernkraft (2,7 bis 5 Cent pro kWh) der niedrigsten Stromerzeugungskosten.[55]

Schließlich unterstützt die AfD auch den Ausbau der Geothermie, die im nationalen Energiesystem derzeit nur eine verschwindend geringe Rolle spielt: Im Jahr 2020 lieferten die knapp 50 MW installierter Leistung nur 0,2 TWh Strom und 16,4 TWh Wärme (bei einem jährlichen Wärmebedarf von 1283 TWh).[56] Nach Berechnungen des Fraunhofer Instituts beträgt bis 2030 das deutsche Geothermie-Potenzial 70 GW installierte Leistung bzw. über 300 TWh Jahresarbeit, also knapp ein Viertel des heutigen deutschen Wärmebedarfs.[57]

Quellen

[1] Gemeinschaftsdiagnose (2022). Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2022: Energiekrise: Inflation, Rezession, Wohlstandsverlust. URL: https://gemeinschaftsdiagnose.de/2022/09/29/gemeinschaftsdiagnose-herbst-2022-energiekrise-inflation-rezession-wohlstandsverlust/

[2] BMWE (2019). Notfallplan Gas für die Bundesrepublik Deutschland. URL: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/M-O/notfallplan-gas-bundesrepublik-deutschland.pdf?__blob=publicationFile&v=5

[3] vbw (2022). Folgen einer Lieferunterbrechung von russischem Gas für die deutsche Industrie. Prognos AG. URL: https://www.vbw-bayern.de/Redaktion/Frei-zugaengliche-Medien/Abteilungen-GS/Wirtschaftspolitik/2022/Downloads/vbw_Studie_Folgen_Lieferunterbrechung_von_russischem_Erdgas_Juni_2022.pdf

[4] Intercontinental Exchange (2022). Dutch TTF gas futures. Statista. URL: https://www.statista.com/statistics/1267202/weekly-dutch-ttf-gas-futures/

[5] DIHK (2022). Rückläufiger Gasverbrauch beruht nicht nur auf Effizienzsteigerungen. URL: https://www.dihk.de/de/aktuelles-und-presse/aktuelle-informationen/ruecklaeufiger-gasverbrauch-beruht-nicht-nur-auf-effizienzsteigerungen-77754

[6] BMWK (2022). Abschlussbericht Sonderanalysen Winter 2022/2023. URL: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/Energie/20220914-stresstest-strom-ergebnisse-langfassung.pdf?__blob=publicationFile&v=14

[7] BMWK (2019). So heizen die Deutschen. BDEW. URL: https://www.bmwi-energiewende.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2019/10/Meldung/direkt-erfasst_infografik.html

[8] Berechnet anhand von: Anderson G.B., Bell M.L. (2013). Lights out: Impact of the August 2003 power outage on mortality in New York. Hopkins Institute. URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3276729/

[9] BDEW (2022). BDEW-Strompreisanalyse Juli 2022. URL: https://www.bdew.de/service/daten-und-grafiken/bdew-strompreisanalyse/

[10] Kirchner A. (2021). Bezahlbare Strompreise. Anhörung im Bayerischen Landtag. Prognos AG.

[11] BDEW (2022). Die Energieversorgung 2021. Jahresbericht. URL: https://www.bdew.de/media/documents/Jahresbericht_2021_UPDATE_Juni_2022.pdf

[12] MDR (2022). Minimaltemperatur für Wohnungen berechnet: Wie kalt wird es ohne Heizung? URL: https://www.mdr.de/wissen/minimaltemperatur-wohnungen-ohne-gas-winter-wie-kalt-wird-es100.html

[13] Junge Freiheit (2022). Habeck kündigt Energiesicherungspaket an. URL: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2022/habeck-energiesicherungspaket/

[14] Wolkoff P., Azumab K., Carrerc P. (2021). Health, work performance, and risk of infection in office-like environments: The role of indoor temperature, air humidity, and ventilation. National Research Centre for the Working Environment. International Journal of Hygiene and Environmental Health. URL: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1438463921000225#

[15] CO2 Online (2022). Infografiken. URL: https://www.co2online.de/service/multimedia-center/infografiken/

[16] Henger R., Stockhausen M. (2022). Energiearmut: Jeder Vierte gibt mehr als zehn Prozent seines Einkommens für Energie aus. IW Köln. URL: https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/ralph-henger-maximilian-stockhausen-jeder-vierte-haushalt-gibt-mehr-als-zehn-prozent-seines-einkommens-fuer-energie-aus.html

[17] Global Petrol Prices (2022). Gasoline prices, litre, 12-Sep-2022. URL: https://www.globalpetrolprices.com/gasoline_prices/

[18] ADAC (2022). Durchschnittlicher Preis für den Kraftstoff Super E10 in Deutschland vom 7. Januar 2014 bis zum 13. September 2022. Statista. URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/224101/umfrage/durchschnittlicher-preis-fuer-e10/

[19] ADAC (2022). Durchschnittlicher Preis für Diesel-Kraftstoff in Deutschland vom 7. Januar 2014 bis zum 06. September 2022. Statista. URL : https://de.statista.com/statistik/daten/studie/224105/umfrage/durchschnittlicher-preis-fuer-diesel-kraftstoff/#:~:text=Durchschnittlicher%20Dieselpreis%20in%20Deutschland%20bis%20September%202022&text=Diesel%20ist%20inzwischen%20wieder%20teurer,215%2C7%20Eurocent%20in%20Deutschland.

[20] E-CUBE Strategy, ewi (2020). 2030 Peak Power Demand in North-West Europe. URL: https://www.ewi.uni-koeln.de/cms/wp-content/uploads/2020/09/E-CUBE-EWI-2030-Peak-Power-Demand-in-North-West-Europe-vf3.pdf

[21] Schölles M. (2022). Vorschläge der Gaskommission für eine Gaspreisbremse. vbw. URL: https://www.vbw-bayern.de/vbw/vbw-Fokusthemen/Russland-Ukraine/Allgemeines/Vorschl%C3%A4ge-der-Gaskommission-f%C3%BCr-eine-Gaspreisbremse.jsp

[22] OECD (2021). Revenue Statistics 2021. URL: https://www.oecd.org/tax/revenue-statistics-2522770x.htm

[23] BMF (2022). Staatsquoten im internationalen Vergleich. URL: https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/2022/02/Inhalte/Kapitel-6-Statistiken/6-1-22-staatsquoten-im-internationalen-vergleich.html

[24] Erich Doetsch (2021). Marktanteile der führenden Tankstellenmarken am gesamten Kraftstoffabsatz in Deutschland im Jahr 2020. Statista. URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/3444/umfrage/marktanteile-auf-dem-tankstellenmarkt-in-deutschland/#:~:text=Marktanteile%20auf%20dem%20Tankstellenmarkt%20in%20Deutschland%202020&text=Aral%20ist%20die%20Nummer%20Eins,Shell%20und%20Total%20zu%20finden.

[25] BMWK (2022). Energiedaten. Gesamtausgabe 2022. URL: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Artikel/Energie/energiedaten-gesamtausgabe.html

[26] AG Energiebilanzen (2022). Nettostromerzeugung in Deutschland nach Enerigeträgern. URL: https://ag-energiebilanzen.de/wp-content/uploads/2022/04/STRERZ21_Abgabe-09-2022A11.pdf

[27] Berechnungen des Autors basierend auf Rosstat, Föderaler Zolldienst der Russischen Föderation, russische Zeitungen.

[28] Anadolu Agency (2018). US LNG price up to 40% higher than Russian gas. URL: https://www.aa.com.tr/en/energy/energy-diplomacy/us-lng-price-up-to-40-higher-than-russian-gas-novak/20225

[29] ifo Institut (2022). Der Krieg in der Ukraine und seine Folgen.

[30] Puls T. (2022). Ukraine-Krieg: Deutschlands Abhängigkeit vom russischen Diesel. IW Köln. URL:

https://www.iwkoeln.de/presse/iw-nachrichten/deutschlands-abhaengigkeit-vom-russischen-diesel.html

[31] Gabriel Felbermayr G., Mahlkow H., Sandkamp A.  (2022). Cutting through the Value Chain: The Long-Run Effects of Decoupling the East from the West. IfW Kiel. URL: https://www.ifw-kiel.de/publications/kiel-working-papers/2022/cutting-through-the-value-chain-the-long-run-effects-of-decoupling-the-east-from-the-west-17087/

[32] Flach L., Larch M., Yotov Y., et al. (2020). Die volkswirtschaftlichen Kosten der Sanktionen in Bezug auf Russland. ifo Institut. URL: https://www.duesseldorf.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/4978912/5ed8077229fa36561337b443b82a386c/m31-rf-ifo-studie-kosten-russland-sanktionen-data.pdf

[33] Ministry of Finance of the Russian Federation (2022).  URL: https://minfin.gov.ru/en/

[34] Rystad Energy (2022). Estimated oil and gas investments across the value chain and by type from 2019 to 2021, with a forecast until 2024. URL: https://www.statista.com/statistics/1263326/global-oil-and-gas-investments-by-sector/

[35] Blümm F. (2022). Vollkosten pro kWh: Welche ist die günstigste Energiequelle 2022? Tech for Future. URL: https://www.tech-for-future.de/kosten-kwh/

[36] Anfrage zum Plenum des MdL Gerd Mannes (AfD) vom 14.06.2021. Drucksache Nr. 18/16598. URL:

https://www1.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP18/Drucksachen/Basisdrucksachen/0000010500/0000010586_034.pdf

[37] Herold J. et al. (2022). Grüne Inflation? Zwischen Klimaschutz und Preisniveaustabilität. KfW Research. URL: https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft/Fokus-2022/Fokus-Nr.-368-Februar-2022-Gruene-Inflation.pdf

[38] Kofner Y. (2022). Economic policy of Germany’s new coalition government: economic and welfare effects. MIWI Institute. URL: https://miwi-institut.de/archives/1617

[39] Die Auswirkungen auf den Strompreis wurden wie folgt abgeschätzt: Zunächst wurden die Auswirkungen auf den Nettostrompreis durch die Abschaffung der Zertifikat-CO2-Bepreisung sowie die Senkung der Energiesteuern auf den EU-Mindestsatz auf die verschiedenen im deutschen Strommix für das 1. Halbjahr 2022 eingesetzten Energieträger berechnet. Auf den sich so neu ergebenen Nettostrompreis wurde dann die reduzierten Strom- und Mehrwertsteuern angesetzt. Die Daten stammen von: BDEW, Tech for Future, Destatis.

[40] Neumeier F. (2022). Ölkonzerne geben Tankrabatt zu 85 bis 100 Prozent weiter. ifo Institut. URL: https://www.ifo.de/pressemitteilung/2022-06-14/oelkonzerne-geben-tankrabatt-zu-85-bis-100-prozent-weiter

[41] BDEW (2022). Gaspreisanalyse September 2022. URL: https://www.bdew.de/service/daten-und-grafiken/bdew-gaspreisanalyse/

[42] Konfer Y. (2021). Blue Deal: Fiscal and economic effects of the AfD’s economic program. MIWI Institute. URL: https://kofner.de/archive/3853

[43] Kofner J. (2022). Gasumlage. Mehrkosten sind vermeidbar. Tagesstimme. URL: https://www.tagesstimme.com/2022/08/01/gasumlage-mehrkosten-sind-vermeidbar

[44] BMWK (2022). Zweiter Stresstest und Maßnahmen zur Sicherung der Stromnetz-Stabilität im Winter 22/23. URL: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/F/faq-zweiter-stresstest-massnahmen-sicherung-stromnetz-stabilitat.pdf?__blob=publicationFile&v=10

[45] SZ (2022). Umweltministerium weist Kritik an TÜV-Papier für Isar 2 zurück. URL: https://www.sueddeutsche.de/bayern/isar-2-tuev-gutachten-kritik-umweltministerium-bund-naturschutz-1.5635211

[46] Deutscher Bundestag (2022). Petition 136760. “Stuttgarter Erklärung” – Aufhebung der AtomausstiegsParagraphen (insbesondere § 7 Atomgesetz) vom 26.07.2022. URL: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2022/_07/_26/Petition_136760.$$$.a.u.html

[47] Blümm F. (2022). Ukrainekrieg: Russisches Erdgas kann durch Kernkraft ersetzt werden. Tech for Future. URL: https://www.tech-for-future.de/gas-kernkraft/b

[48] Bundesnetzagentur (2022). Kraftwerksliste Mai 2022. URL : https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Versorgungssicherheit/Erzeugungskapazitaeten/Kraftwerksliste/start.html

[49] Hauptstadtbüro Bioenergie (2022). Vorschlag der Bioenergiebranche. Bioenergieanlagen-bestand für die Energieversorgung im kommenden Winter nutzen. URL: https://www.hauptstadtbuero-bioenergie.de/aktuelles/positionspapiere/vorschlag-der-bioenergiebranche-bioenergieanlagenbestand-fuer-die-energieversorgung-im-kommenden-winter-nutzen

[50] BDEW (2022).

[51] BVEG (2022). Erdgasreserven und Potenziale in Deutschland. URL: https://www.bveg.de/die-branche/erdgas-und-erdoel-in-deutschland/erdgasreserven-in-deutschland/#:~:text=In%20Deutschland%20wurden%20knapp%205,(Stand%2031.12.2021).

[52] Elbert S. (2013). Fracking in Europa lohnt erst bei deutlich höheren Gaspreisen. ZEW. URL: https://www.zew.de/presse/pressearchiv/fracking-in-europa-lohnt-erst-bei-deutlich-hoeheren-gaspreisen

[53] ewi (2022). Szenarien für die Preisentwicklung von Energieträgern. Juli 2022. URL: https://www.ewi.unikoeln.de/cms/wp-content/uploads/2022/07/EWIStudie_Preisentwicklung-von-Energietraegern_220714.pdf

[54] Umweltbundesamt (2019). Nutzung von Flüssen: Wasserkraft. URL: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/fluesse/nutzung-belastungen/nutzung-von-fluessen-wasserkraft#wasserkraftnutzung-global

[55] Blümm F. (2022). Vollkosten pro kWh: Welche ist die günstigste Energiequelle 2022? Tech for Future. URL: https://www.tech-for-future.de/kosten-kwh/

[56] BMWK (2022).

[57] Fraunhofer Institut (2022). Roadmap Tiefe Geothermie Deutschland. URL: https://www.ieg.fraunhofer.de/content/dam/ieg/documents/Roadmap%20Tiefe%20Geothermie%20in%20Deutschland%20FhG%20HGF%2002022022.pdf

[58] Growitsch C. et al. (2013). The Costs of Power Interruptions in Germany – an Assessment in the Light of the Energiewende. ewi. URL: https://www.ewi.uni-koeln.de/cms/wp-content/uploads/2015/12/EWI_WP_13-07-Costs-of-Power-Interruptions-in-Germany.pdf | In aktuellen Preisen (Juni 2022).

[59] BGR (2022). Länder weltweit mit den größten Weichbraunkohlereserven im Jahr 2020. Statista. URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37391/umfrage/weichbraunkohlereserven-der-10-wichtigsten-laender/

[60] Für Haushalte wurde der Effekt anhand früherer Daten des BDEW (2022) abgeschätzt, während für die Industrie neuere Daten von Blümm F. (2022) verwendet wurden.

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